Samstag, 26. September 2020

Berner Glasmaler Martin Halter in der Stadt Bern Atelier seit 1916



Glasmalerei                                                         >>> dirket anmelden
lässt ihre Erscheinung durch das Licht
zum einzigartigen Erlebnis werden.

Natürlich verbleibt die Verantwortung der Gestaltungsart beim
Glaskünstler. Dabei bleibt nachvollziehbar, wenn sich ein Künstler
oder eine Künstlerin im Voraus deshalb auch eingehender mit dieser
Verarbeitungstechnik auseinandersetzt, um so eher gelingt eine
materialgerechte Umsetzung – als Glasbild oder als Glaskunst-
Integration im Interieur /in der Architektur.

Wenn man über zu wenig Kenntnisse dieser eigenständigen
Kunstform verfügt, sind meistens keine hohen Erwartungen
punkto Endresultat zu erwarten. Denn, die Herausforderung an
einen Gestalter lässt sich nicht bloss auf einen thematischen
Umsetzungs-Prozess eingrenzen. Das zur Ausführung einer
Glas-Blei-Komposition (oder Glasmalerei) beanspruchte,
mundgeblasene Farbglas (aus der Glashütte - bereits in der
Masse eingefärbtes Antikglas) bedingt, dass wer damit arbeitet,
sich stets bemühen müsste, mit Respekt gegenüber diesem
Material klar zu kommen. Farben auf einem Oelbild bewirken
gegenüber einem Glaskunst-Erzeugnis eine völlig andere
Erscheinung.


Zum 100-Jährigen-Jubiläum erschien das Buch: "Farbglaswelten" 1916 - 2016
Kreative Projektbearbeitungen (Entwurf - verarbeitungstechnischer Support) von der Idee bis zur fertigen Endmontage vor Ort - Glaskunst-Inszenierungen, wo sich eine räumliche Einheit einer aktuellen Identität zutragen vermag...

In eigener Angelegenheit für Interessenten: 

Soeben wurde eine interne Atelier-Strukturbereinigung abgeschlossen (Verkleinerung der Raumbehältnisse). Martin Halter, gelernter Glasmaler /Kunstglaser EFZ und Glasmaler-Restaurator IER, mit seinen über 5 Jahrzehnte langen Erfahrung und seiner kunsthandwerklich präzisen Fertigkeit, leitet er Berns älteste Glasmaler-Familientradition in dritter und letzter Generation. Derzeit stellt er seine Dienstleistungs-Angebote (Reparaturen, Restaurationen oder Gestaltungen von neuen Projekten in Ausrichtung von Glaskunst /Glasmalerei) für Interessierte immer noch zur Verfügung. Kontakt für Anfragen oder Informationen. Das Atelier befindet sich immer noch am gleichen Standort: Klösterlistutz 10 in CH-3013 Bern   - In der Atelier-Ausstellung finden Sie eine grosse Auswahl von Glaskunst-Exponaten, thematisch und stilistisch in unterschiedlicher Ausrichtung zum freien Verkauf (einzelne Werke zu reduzierten Angeboten). Atelierbesuche nach vorrangiger Terminvereinbarung.

Dieses Atelier ist nachweislich mit Entwürfen, Glaskunst-Originalen, Wappenscheiben Fotonegativen, Scheibenrissen, Dokumentationen über Restaurationen -   über alle drei Generationen -   in Sammlungen öffentlicher Institutionen in der Schweiz vertreten. In den
letzten 8 Jahren wurden an folgend aufgeführten Institutionen Nachlässe aus diesem Atelier überführt: Schweizerisches Nationalmuseum in Zürich, Bernisches Historisches Museum, Kant. Denkmalpflege Bern, Burgerbibliothek in Bern, Berner-Design-Stiftung in Bern, Schweizerisches Schützenmuseum in Bern, Vitromusée in Romont, Musée ARIANA in Genf, etc..

 











Wer sich die Zeit nimmt, lernt die Geheimnisse dieser Kunstform kennen. Vielseitige Angebote erwarten Sie in diesem Atelier. Besuchszeiten nach vorrangiger Terminvereinbarung.


  


Willkommen bei ART IN MARTIN
in Berns älteste und letzte  Drei-Generationen-Glasmalerei der Gegenwart


Zeitgenössische Glaskunst-Inszenierungen im Berner Atelier Martin HALTER in Bern.




 Weitere Informationen >hier anklicken<

Materialgerechte Auffasung und Verarbeitungstechnik in der Glasmalerei, bilden die Grundlage zur Realisierung dieser Kunstform




In dieser damaligen Zeit beliebt, sich eine Glasmalerei für ans Fenster zu leisten, - in einer damals in Mode gekommenen stilistischen Ausrichtung. Diese Glasmalerei wurde von meinem Grossvater entworfen und ausgeführt - er gründete 1916 sein Glasmaler-Atelier in Bern. Seit 1923 befindet sich dieses Atelier bis heute am gleichen Standort: am Klösterlistutz in Bern. Sie gilt als Berns älteste Glasmaler-Familientradition der Gegenwart - und wird heute von mir in 3. Generation geführt. Atelierbesuche nach vorrangiger Terminvereinbarung... diese Glasmalerei besteht aus ca. 135 zugeschnittenen Einzelglasteilen, mit Schwarzlotfarbe bearbeitet (eingebrannt bei 560°C), Glasteile in Bleiprofile eingefasst und verlötet. Zirka 30 cm ø /Zeitdokument.  

Erschien im Oktober 2016 und ist im > Buchhandel erhältlich< online

 Alle Optionen für, wegen, mit GLASMALEREI und KUNST-/BLEIVERGLASUNGEN hier






Auftragsarbeit nach den Wünschen des Auftraggebers

Auch Wappenscheiben werden jeweils einer sorgsamen Verarbeitungstechnik unterzogen.


Wappenscheiben als Zeichen der persönlichen Identität


> Schutz und Erhalt des Kulturerbes der Glasmalerei <

Der Macher aus der Praxis an vorderster Front meint:
Martin Halter, gelernter Glasmaler /Kunstglaser EFZ und Glasmaler-Restaurator IER, aktiv seit über 50 Jahren an vorderster Front

Heute vergrössert sich die Distanz zum eigentlichen Glasmaler-Handwerk immer augenfälliger. Ein immer selten werdendes Kunsthandwerk bangt um seinen Nachwuchs, weil inzwischen die Auszubildenden keine ganzheitliche Vermittlung in dieser Grundausbildung in Erfahrung bringen können. Viele Einflüsse durch die Umstände falsch verstandener Ausbildungsziele und Sozialisierungsmethoden helfen mit, diesen Beruf des Glasmalers und Kunstglaser einer Auffassung praxisfremder Experimente zu überlassen und ihn entsprechend unbemerkt dem Verlust zu zuführen. 

Die Glasmalerei im Bereich der Restauration und Reparatur-Ausführung,  bietet eigentlich ein breit gefächertes Arbeitsfeld, sich im Ernstfall von geschädigter Substanz, nicht einzig mit aufgesetzten Theorien auseinanderzusetzen. Insbesondere führen rein wissenschaftliche Analysen und Untersuchungen (ohne Einbezug langjähriger Berufspraxis) zu Missverständnissen bei anschliessenden Beurteilungen.

Die eigentlichen Macher, also die gelernten Glasmaler und Kunstglaser, welche sich noch auf eine seriöse Ausbildungszeit abstützen könnten, werden in der Zwischenzeit, vermehrt aus ihrer verantwortungsbewussten Rolle gedrängt. Das heisst, sie werden mancherorts noch bloss als Befehlsempfänger geduldet. Dadurch wird eine praxisbezogene Professionalität bewusst ausgesetzt. Sei es aus Angst einen bevorstehenden Auftrag zu verlieren, sind Berufskollegen in der Gegenwart oftmals bereit, auch unkonventionelle oder nicht ganzheitlich ausgewogene Reparatur-Methoden anzuwenden. Selbst wenn sie wissen, dass sie eben durch eine unzulängliche Sanierungsmassnahme der Substanz für ihre Zukunft, eher damit eine schädigende Wirkung zufügen würden (z.B. ein Verzicht auf ein funktionierendes Hinterlüftungssystem bei Glasmalereien im Bau).




Es gibt meistens mehrere Gründe aufzuführen, warum einer bevorstehenden Farbfenster-Sanierung bereits von Anfang an, eine falsch verstandene Wegrichtung auferlegt wird. Einmal ist eine zu knappe Budgetvorgabe mit verantwortlich oder vielfach wirkt eine praxisfremde Beeinflussung /Doktrin von Historikern oder Architekten mit, die ein Individuum eines Glasmalers verleiten lässt, sich während einer Reparaturausführung in der Tendenz auch auf einem unverbindlichen Pfad zu bewegen. Nicht selten trifft man in Kirchen auf unprofessionelle Reparatur-Darbietungen an Farbfenstern, die jegliche Berufsethik vermissen lässt. Mitunter bereits nach kurzer Zeit, können sich fatale Folgen für die Original-Substanz ergeben, was meistens erst mit einer nochmaligen und kostenintensiven Nachsanierung zu korrigieren ist. Bei vielen sachlichen Beanstandungen bleibt man verwundert, inwieweit die Verantwortlichen nicht in der Lage sein würden, solche von ihnen begleiteten Sanierungsmassnahmen regelkonform zu begleiten und unter seriöser Kontrolle zu halten.

Aus vermeintlichem Selbstschutz, verweisen uns die verantwortlichen Historiker meistens  auf die lapidare Aussage : bei einem zu beanstandeten Reparatur-Eingriff an einer Glasmalerei, sei dieser einzig einer historisch gewachsenen Situation, innerhalb einer bestimmten Zeitepoche zu zuschreiben. 

Jeder Fehleingriff wäre eigentlich zu vermeiden, wenn man sich nicht dauernd mit oberflächlichen Erkenntnissen oder Kontrollen zufrieden gäbe. Heute steht ganz eindeutig fest, dass diese angestrebte, überproportionale Verwissenschaftlichung gegenüber dieser Kunstform, zu mehr Irritationen und Missverständnissen geführt hat. Von einer Verbesserung darf man nicht eigentlich sprechen, zu vieles widerspricht sich in diesem Themenbereich, was aus Unkenntnis der Materie einfach ausgeblendet wird.

Diese Beobachtung in der Glasmaler-Szene ist natürlich nicht neu. Auch andere seltene Berufszweige leiden heute sehr darunter. Jedoch, wenn sich in dieser Situation nichts Entscheidendes verändert, indem eine ausgewogenere Zusammenarbeit  - zwischen Wissenschaft und Praxis -  bewusst auf Augenhöhe gelebt wird, besteht die Gefahr, dass sich in Zukunft bald keine professionell ausgebildeten Glasmaler zur Verfügung halten können. Jedes Jahr werden es weniger sein und die Schlussfolgerung lässt diesen Gedanken zu: eine solch widerwärtige kulturelle Vernichtung der Glasmalerei, hätten wir nur denjenigen zu verdanken, die sich dauernd und ausschliesslich mit ihrem Ego auf Kosten dieses seltenen Kunsthandwerks zu beschäftigen hätten ...


Restaurierungen dienen zum Erhalt 
dieses speziellen Kulturerbes



...auch für solch spezielle Fälle, ist dieses Atelier von Martin Halter in Bern zu beanspruchen, um einen adäquaten Glas-Ersatz mit aufgetragener Dekor-Ölmalerei in Auftrag zu geben... > Kontakt